HeRaS Verlag
Der Digitalverlag

Von Reinhard Lochner bei uns erschienen


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Im Schilfe stand ein großer Hecht,

 Versunken in Gedanken,

 Und sah dem Tanz der Plötzen zu,

 Stocksteif und ohne Wanken.

  

Schwupp, stieß er zu und schnappte sich

 Die erste beste fette.

 Sie sah ihn roten Auges an,

 Ob er wohl Mitleid hätte.

  

Der Hecht schaut´ träg auf sie zurück

 Und knirschte durch die Zähne:

 Beim ersten Mal, da tut´ s noch weh,

 Danach geht´ s von alleene!

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eBook/print

Ein junger Mann unserer Zeit gerät in die Unterwelt der griechischen Mythologie.
Dort begegnet er Protagonisten des Trojanischen Krieges und ihren unterschiedlichen Standpunkten zu den Geschehnissen. Es kommt zu hitzigen Streitgesprächen zwischen bekannten und weniger bekannten Helden, in die sich, neben Homer, auch Dichter und Schriftsteller, Philosophen und Historiker aus Antike und Moderne einschalten.
Deren Ansichten zu Ursachen und Verlauf des Krieges sowie zu den Motiven der handelnden Personen bringen vertraute Positionen ins Wanken, lassen überlieferte Ereignisse in anderem Licht erscheinen und fördern überraschende Erkenntnisse und Einsichten zu Tage.
Für den jungen Mann bewirkt die Erschließung neuer Quellen eine grundlegende Veränderung seines bisherigen Bildes vom Trojanischen Krieg wie auch vom Krieg überhaupt. Indem er die mythologischen Überlieferungen mit aktuellen Vorgängen konfrontiert, gelangt er zu einer konsequent pazifistischen Herangehensweise an Krieg und Frieden.

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Franz Xaver Süßmayr liegt auf dem Wiener Friedhof St. Marx.
Er lauscht den Stimmen der Besucher an seinem Grab, in dem sie die sterblichen Überreste Mozarts vermuten, dem Gesang der Vögel und dem Rauschen des Windes.
In einem fortwährenden Monolog blickt Süßmayr auf sein Leben zurück, setzt sich mit seiner künstlerischen Leistung auseinander, legt Rechenschaft vor sich und der Nachwelt ab. Die Erinnerung an Kindheit und Jugend, an kurzlebigen Erfolg und langanhaltende Herabwürdigung, an Krankheit und Tod, wühlt ihn auf.
Immer wieder kehrt er in Gedanken zu Mozart zurück, mit dem ihn ambivalente Gefühle verbinden: Die grenzenlose Verehrung für das Genie wird von Enttäuschung über dessen Spott begleitet, dem der Schüler, Kopist, Gehilfe oft genug ausgesetzt war.
Zwischen Zweifel und Hoffnung, Bescheidenheit und Selbstbewusstsein hin- und hergerissen, sucht Franz Xaver Süßmayr nach seinem Platz in der Musikgeschichte.

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